2.1) Laufberichte

15.05.2018

Schön war´s

Intervalle, was für ein Wort. Heute war es nach über einem Jahr mal wieder soweit. Nicht im Stadion, sondern bewusst auf einem bergan Weg im Wald. Leichte Steigung.

So war der Plan: 2 km einlaufen, 10x100m bergan, 1000m traben und zum Schluss 1000m volle Pulle.

Was für eine klare Luft, kurz nach dem Regen in den Wald getrabt. Das wird schön. Eingelaufen, dann die ersten 100er. Gefühl kommt wieder, Körper kann sich erinnern. Beim fünften Lauf kreuzte ein ganz schneller Mühlhäuser meinen Weg. Das war schon Motivation, nicht nachzulassen. Danke Thomas S.

Ja, alle 10 geschafft, nicht spritzig, aber geschafft. Noch 1000m getrabt, mit Dieter Elbert geschwatzt. Zum Schluss noch mal 1000m sauschnell (für mich sauschnell). Parkplatz, geschafft, k.o. Noch etwas Blackroll gemacht und jetzt fühl ich mich gut.

Hoffe es geht so weiter.

 

Schönes Ding heute.


25.04.2018

Laufbericht vom Marathon in Spanien

Am Freitag (20. April) war es wieder so weit, die diesjährige Laufreise begann und führte uns (nach Rom, Wien und Rotterdam) dieses Mal nach Madrid. 
Um es vorweg zu nehmen: In Mühlhausen war es an diesem Wochenende wärmer als in Spanien. Die wärmste Zeit in Madrid war Sonntag zwischen 12 und 14 Uhr, und gerade da hätten wir darauf gut verzichten können...
Nachdem wir gegen 15 Uhr gelandet waren sind wir direkt vom Flughafen zur nahe gelegenen Messe gefahren und haben die Startunterlagen geholt. Dann ging es zum Hotel und von dort zu einem abendlichen Spaziergang im Stadtpark Retiro. 
Samstag haben wir den Innenstadtbereich zu Fuß erkundet und waren begeistert von der imposanten Architektur, der Vielfalt, dem vielen Grün und dem quirligen Leben.
Die Stimmung war auch deshalb besonders ausgelassen, weil am Abend das Finale des "Copa del Rey" im Stadion von Atletico Madrid stattfinden sollte. Barcelona hat Sevilla 5:0 geschlagen!
Sonntag um 9:05 Uhr war der Start, etwa 10 Minuten später sind wir dann auch losgelaufen. Da der Lauf zur Rock'n'Roll-Serie gehört gab es statt Schneewalzer "Highway to hell" und "Born to be wild".
Halbmarathon und Marathon sind zusammen gestartet, nach 17 km trennten sich dann unsere Wege. 
Inzwischen haben wir gelernt, dass Madrid 650 m über dem Meeresspiegel liegt und somit Europas am höchsten gelegene Hauptstadt ist. Dementsprechend war die Strecke durchaus "wellig", was zumindest etwas Abwechslung brachte. 
Etwa bei km 22 kamen wir an der Feuerwehr vorbei, die Jungs haben richtig Stimmung gemacht. 
Insgesamt war das Zuschauerinteresse nicht so groß wie in Rotterdam (das ist auch kaum zu toppen), aber deutlich größer als in Rom.
Bereits nach knapp drei Kilometern kamen wir am Bernabeo-Stadion von Real vorbei, bei km 37 am Estadio Vicente Calderon, wo Atletico spielt.
Das schöne an so einem Marathon ist ja, dass man nicht nur touristische Highlights sieht sondern auch Außenbezirke und Wohngebiete. Da bekommt man zusammen mit dem Stadtrundgang am Samstag einen tollen Überblick. 
 
Zahlen-Daten-Fakten:
 
Sieger Marathon Männer 2:32'20 h / 7911 Teilnehmer
Siegerin Marathon Frauen 3:01'07 h / 1178 Teilnehmerinnen 
 
Sieger Halbmarathon Männer 1:11'59 h (Irland, einziger nicht-spanischer Gewinner) / 9507 Teilnehmer 
Siegerin Halbmarathon Frauen 1:18'47 h / 4299 Teilnehmerinnen 
 
Wir sind nach 4:35'53 h ins Ziel gekommen, waren damit absolut zufrieden und froh es trotz der Wärme geschafft zu haben. 
Auf dem Rückweg zur Unterkunft fielen dann drei Regentropfen, das war schlechtes Timing. 
Aber nach einer Dusche und kurzer Pause sind wir nochmal in die Innenstadt gebummelt und haben uns einen schönen Abend gemacht. 
Montag nach dem Frühstück sind wir wieder durch den Park spaziert und haben dort spontan beim öffentlichen Frühsport mitgemacht. 
Nachmittags um vier ging der Flieger zurück, und schwupp war das schöne Wochenende vorbei. 
Fazit: Tolle Stadt, gut organisierter Lauf, vernünftige Verpflegung, T-Shirt inklusive!
Jetzt können die Planungen für nächstes Jahr beginnen...